Presse

hier gehts zum Jubiläumsheft – und hier zum tent anniversary Film

 

„Ensemble hand werk ist eine Internationale Handwerkskammer für Kunst.“

Johannes Schöllhorn, November 2021

„Ich habe in meinem Leben selten Musiker erlebt, die solche Energie und Vitalität aufbringen – und das auch können und durchhalten – wie dieses Ensemble. In einem Konzert mit meinem La force du vertige vor einigen Monaten konnte ich auch miterleben, mit welcher Text-Bravour, d.h. Genauigkeit ohne Probe mit dem Komponisten, diese Musiker ihr Hand-Werk verstehen und ausüben! Eine vulkanische, mitreißende Interpretation!!“
Nicolaus A. Huber, November 2021

„Es reicht nicht, exzellent zu spielen, das tun nämlich alle, das ist der Mindeststandard. Genial kuratierte Programme, mit Bedacht ausgewähltes Instrumentarium, das Changieren zwischen Pierrot-Besetzung und Elektroschrott und all das mit der Hingabe, die nur den Überzeugungstätern innewohnt.“
Daniel Mennicken, November 2021

„Dass die hand werker auch Musik mit Alltagsgegenständen, selbstgebauten Ad-hoc-Klangerzeugern oder Körper und Stimme machen, mag mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr sein. Dennoch ist es bemerkenswert, dass bei allem Abweichen vom traditionellen Interpretendasein (dem perfektionierten Beherrschen eines einzigen Hauptinstruments) das Ensemble hand werk mit seinen Projekten nicht ins Diffuse abrutscht. Weder tappen sie in die heute gängigen Modefallen und blasen ihre Projekte intermedial auf, bis der Arzt kommt, noch geben sie sich mit ordentlich komponierter, aber belangloser Virtuosenmusik von der Sorte „Premium-Kunsthandwerk“ zufrieden. Stattdessen tragen ihre Programme eine Hand-Schrift der Entschiedenheit. Die Stücke mögen mal schelmisch verspielt sein, mal eher spröde und sperrig. Aber immer sind sie klar ausgewählt – von einer Gruppe kritischer und anspruchsvoller Denker.“
Leonie Reineke, November 2021

„Unerschütterliche Überzeugung in die Kraft des Ästhetischen“
Rainer Nonnenmann zum 10-jährigen Jubiläum von hand werk, Dezember 2021

„Den Auftakt machte mit Helmut Lachenmanns „temA“ von 1968 eine Art Klassiker der Neuen Musik. Die Interpreten wussten die energetischen Qualitäten der Komposition, in der auch Momente der Stille eine große Rolle spielen, schlüssig herauszuarbeiten. Anschließend begaben sich die beiden Instrumentalisten an einen seitlich aufgebauten Tisch, um Jessie Marinos „Endless Shrimp“ zu interpretieren. „The process begins just outside the factory walls“ hieß es da am Anfang, der begleitende Film zeigte indes gerade das Innere von Fabriken, die etwa Brezeln, Schaufensterpuppen oder, genau, Shrimps bearbeiten. Die Musiker schergelten dazu auf allen möglichen Küchenutensilien herum und waren auch mimisch zugange, etwa beim eingangs erwähnten Griff zum Knabberzeug, derweil ein eingespielter Groove immer langsamer wurde – unter dem Strich eine ziemlich lustige Angelegenheit.“
Jörg Worat, So klingen Erdnussflips und schnalzende Celli, NP 2018

„Ein Sieg für den ungewohnten Dreiviertelton“
Klaus M. Schmidt, Westdeutsche Zeitung

„Höchste Konzentration, Präzision und Präsenz entfalteten die sechs Musiker von hand werk, obwohl sie in Stücken von Sarhan, Filidei, Barden und Löffler nicht mit ihren angestammten Instrumenten auftraten, sondern fachfremd als Perkussionisten, Vokalisten und Elektroniker. Umso mehr faszinierten ihre Leistungen: reif für nationale und internationale Podien.“
Rainer Nonnenmann, Leistungsschau junger ensembles. Das WERFT-Festival des Kölner Netzwerks ON. Neue musikzeitung, Februar 2017

„Für hand werk zählen Musikalität und Sorgfalt anstelle von Materialfetischismus oder instrumentaler Effekthascherei.“
Leonie Reineke, Deutschlandfunk, Atelier Neue Musik 2016

„Aus fünfundvierzig eingereichten Partituren wurden sechs Werke junger Komponisten ausgewählt und vom jungen Kölner Kammerensemble „hand werk“ uraufgeführt. Unter dessen hochkonzentrierten Interpretationen ragte Flötist Daniel Agi mit der Uraufführung von Yasutaki Inamoris ebenso virtuosem wie eigenwilligem „Mumbling Flute, Reinforced“ heraus. Besonders eindrücklich geriet auch das schreiend stille „Asche“ der 1985 geborenen Schwedin Lisa Streich, wo in forciertem Unisono die Klarinette den Celloklang regelrecht verschluckt, so dass nur noch die heftigen Bogenwechsel des Cellisten zu sehen und als Knackimpulse zu hören sind.“
Rainer Nonnenmann, Interventionen wider die Routine. Die Wittener Tage für neue Kammermusik. MusikTexte 137, 2013

„Die Idee der eins-zu-eins-Konzerte klingt vielleicht zunächst einfach nur witzig. Doch tatsächlich wird hier zeit¬genössische Musik spielend näher gebracht. […] Was für ein kurzweiliger Abend! unter 4 ohren ist ein Konzept, das durchaus in Reihe gehen könnte.“
Julia Spyker, WDR 3 TonArt 2013