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Presseinformation hw19c_ #2 hand werk mit stimme
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„Ein Sieg für den ungewohnten Dreiviertelton“

Klaus M. Schmidt, Westdeutsche Zeitung

„Den Auftakt machte mit Helmut Lachenmanns „temA“ von 1968 eine Art Klassiker der Neuen Musik. Die Interpreten wussten die energetischen Qualitäten der Komposition, in der auch Momente der Stille eine große Rolle spielen, schlüssig herauszuarbeiten. Anschließend begaben sich die beiden Instrumentalisten an einen seitlich aufgebauten Tisch, um Jessie Marinos „Endless Shrimp“ zu interpretieren. „The process begins just outside the factory walls“ hieß es da am Anfang, der begleitende Film zeigte indes gerade das Innere von Fabriken, die etwa Brezeln, Schaufensterpuppen oder, genau, Shrimps bearbeiten. Die Musiker schergelten dazu auf allen möglichen Küchenutensilien herum und waren auch mimisch zugange, etwa beim eingangs erwähnten Griff zum Knabberzeug, derweil ein eingespielter Groove immer langsamer wurde – unter dem Strich eine ziemlich lustige Angelegenheit.“
Jörg Worat, So klingen Erdnussflips und schnalzende Celli, NP 2018

„Höchste Konzentration, Präzision und Präsenz entfalteten die sechs Musiker von hand werk, obwohl sie in Stücken von Sarhan, Filidei, Barden und Löffler nicht mit ihren angestammten Instrumenten auftraten, sondern fachfremd als Perkussionisten, Vokalisten und Elektroniker. Umso mehr faszinierten ihre Leistungen: reif für nationale und internationale Podien.“
Rainer Nonnenmann, Leistungsschau junger ensembles. Das WERFT-Festival des Kölner Netzwerks ON. Neue musikzeitung, Februar 2017

„Für hand werk zählen Musikalität und Sorgfalt anstelle von Materialfetischismus oder instrumentaler Effekthascherei.“
Leonie Reineke, Deutschlandfunk, Atelier Neue Musik 2016

„Aus fünfundvierzig eingereichten Partituren wurden sechs Werke junger Komponisten ausgewählt und vom jungen Kölner Kammerensemble „hand werk“ uraufgeführt. Unter dessen hochkonzentrierten Interpretationen ragte Flötist Daniel Agi mit der Uraufführung von Yasutaki Inamoris ebenso virtuosem wie eigenwilligem „Mumbling Flute, Reinforced“ heraus. Besonders eindrücklich geriet auch das schreiend stille „Asche“ der 1985 geborenen Schwedin Lisa Streich, wo in forciertem Unisono die Klarinette den Celloklang regelrecht verschluckt, so dass nur noch die heftigen Bogenwechsel des Cellisten zu sehen und als Knackimpulse zu hören sind.“
Rainer Nonnenmann, Interventionen wider die Routine. Die Wittener Tage für neue Kammermusik. MusikTexte 137, 2013

„Die Idee der eins-zu-eins-Konzerte klingt vielleicht zunächst einfach nur witzig. Doch tatsächlich wird hier zeit¬genössische Musik spielend näher gebracht. […] Was für ein kurzweiliger Abend! unter 4 ohren ist ein Konzept, das durchaus in Reihe gehen könnte.“
Julia Spyker, WDR 3 TonArt 2013